Styropor & Umwelt

Wussten Sie, dass Styropor wirtschaftlich und umweltfreundlich ist ? Styropor ist zu 100% recyclingfähig und kann in diversen Formen wiederverwendet werden.

Recycling

Das Recycling von Styropor ist eines der bestorganisierten Recyclingsysteme. Nicht zuletzt deshalb, weil Styropor zu 100% recyclingfähig ist und in diversen Formen wiederverwendet werden kann. Man unterscheidet zwischen dem Werkstoffrecycling (Weiterverarbeitung zu neuen Produkten), dem Rohstoffrecycling (Rückgewinnung von Rohstoffen) und der Energiegewinnung (thermische Verwertung).

Mit in Deutschland knapp 2000 Sammelstellen für Styropor, den Verpflichtungen im Verpackungssektor aus der 5. Novelle der Verpackungsverordnung und der für den Endverbraucher einfachen Entsorgung über den "gelben Sack" ist die Rückführungsquote sehr hoch.

Wird Styropor thermisch verwertet, kommt es in modernen Müllverbrennungsanlagen zu keinerlei Veränderung der Rauchgaszusammensetzung und es kann rückstandslos verbrannt werden. Anlagen dieser Art benötigen zudem eine sog. Stützfeuerung, die im schlechtesten Fall durch die Verbrennung von Heizöl erfolgen muss. Werden stattdessen Styroporabfälle für die Stützfeuerung verwendet ersetzt 1kg Styropor 1,3 Liter Heizöl.

Styropor

Styropor ist ein nach DIN 13163 genormter und güteüberwachter Polystyrol-Hartschaumstoff. Seit seiner Entwicklung im Jahr 1954 hat er sich in den verschiedensten Anwendungsbereichen etabliert.

Die Herstellung von Styropor erfolgt umweltverträglich. Die wesentlichen Inhaltsstoffe von Styropor sind Styrol und Pentan. Pentan dient als Treibmittel, damit die Styroporperlen bei Kontakt mit Heißdampf aufquellen. Hierbei wird in der Styroporperle Luft eingeschlossen, so dass die fertige Verpackung zu ca. 98% aus Luft besteht und nur zu ca. 2% aus dem eigentlichen Material Polystyrol. Pentan ist ein reiner Kohlenwasserstoff, zählt nicht zu den klassischen Treibhausgasen und hat keine schädigende Wirkung auf die Ozonschicht.

Ein Gutachten des Instituts für Bio-Bauforschung bewertet Styropor als biologisch neutrales Produkt, von dem keine negativen Auswirkungen auf lebende Organismen zu erwarten sind. Die Kommission zur Bewertung wassergefährdender Stoffe stuft Styropor mit der Wassergefährdungsklasse null (WGK 0) ein. WGK 0 erhalten ausschließlich Stoffe deren Unbedenklichkeit für die Umwelt nachgewiesen ist.

Regelmäßige Laboruntersuchungen unserer Produkte zeigen, dass von Styropor selbst bei direktem Kontakt mit Lebensmitteln keine gesundheitsgefährdende Wirkung ausgeht, weshalb Styroporverpackungen auch den strengen Anforderungen des europäischen Rechts für Lebensmittelkontaktmaterialien entsprechen.

Pentan

Hauptsächlich durch die Verbrennung fossiler Energieträger verursacht der Mensch den sog. Treibhauseffekt. Zu den klassischen Treibhausgasen zählen Kohlenmonoxid u. –dioxid, Methan sowie sonstige Kohlenwasserstoffe (z.B. FCKW).

Pentan als reiner Kohlenwasserstoff zählt hingegen nicht zu den klassischen Treibhausgasen. Pentan hat bei Freisetzung in der Atmosphäre lediglich eine Halbwertszeit von 10 – 15 Stunden und der messbare Anteil von Pentan in der Atmosphäre ist minimal. Aufgrund dieser extrem geringen Konzentration ist ein schädigender Einfluss auf unser Klima ausgeschlossen.

Vergleicht man dennoch die Emission von Pentan in der Styroporherstellung und –weiterverarbeitung mit der weltweiten Gesamtemission wirklicher Treibhausgase stellt man fest, dass die Emission von Pentan an der Gesamtheit der emittierten Gase lediglich 0,000009% ausmacht.

Styrol

Styrol ist eine farblose Flüssigkeit die durch sog. Polymerisation zu Polystyrol wird indem die einzelnen Styrolmoleküle zu langkettigen Molekülen verbunden werden.

Man findet Styrol in der Natur unter anderem in Pflanzenharzen sowie diversen Lebensmitteln, wie beispielsweise Erdbeeren, Nüssen, Bohnen, Bier, Wein, Kaffee oder Zimt.

Die maximale Arbeitsplatzkonzentration für Styrol liegt bei 20ppm. Der Geruchsschwellenwert (der Wert ab dem Styrol als Geruch wahrgenommen werden kann) hingegen liegt je nach Geruchsempfindlichkeit bei 0,005 – 0,5 ppm. D.h. ab dem Punkt wo man Styrol riechen kann ist man noch um das 40 – 4000 fache von dem Wert entfernt, der arbeitsrechtlich bedenklich wäre.

Entsprechend stuft die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Geruchsschwellenwert als weit unterhalb jener Konzentration ein, bei der eine gesundheitliche Beeinträchtigung möglich wäre.